Die Mär vom Fachkräftemangel

Und da ist es wieder, das Märchen von dem allherrschenden Fachkräftemangel in der Bundesrepublik!

Wie WELT-Online berichtete gibt es in mehreren Berufsgruppen einen eklatanten Mangel an ausreichend ausgebildeten und arbeitswilligen Leistungsträgern.
Dies ist aus dem von Lobbyismus ersoffenen Artikel von WELT-Online die einzig interessante Statistik:
DWO-Fachkräftemangel
An dieser Grafik kann man erkennen an welchen Fachkräften es mangelt. Zufälligerweise steht ganz oben auf der Liste der Beruf welcher seit Jahren als äusserst unattraktiv gilt. Nicht wegen des Berufes selbst, sondern wegen der Arbeitgeber. Schlechte Bezahlung im Verhältnis zur Verantwortung, unregelmäßiger Schichtdienst, lange Arbeitszeiten. Dieser Beruf ist der des Triebfahrzeugführers, im Volksmunde Lokführer. Ein Beruf bei dem es seit Jahren an Nachwuchs mangelt, hatte die Deutsche Bahn seit Jahrzehnten versäumt aufgrund der Privatisierungspläne für Ausbildungsstellen zu sorgen. Selbst wenn jemand diesen Beruf wider o.g. negativer Aspekte ergreifen möchte, so muss der Arbeitswillige einige Prüfungen ablegen welche qualitativ einer Abiturprüfung gleichkommen bevor er überhaupt zu einem Bewerbungsgespräch zugelassen wird.
Und da wundert sich die Deutsche Bahn tatsächlich noch?
Allerdings ist das Beispiel des gemeinen Lokführers nur ein Aspekt des Märchens vom Fachkräftemangel. Im Grunde werden die bei der Agentur für Arbeit hinterlegten Stellen fälschlicherweise in dem Faktor 5 hochgerechnet wodurch sich falsche Zahlen ergeben. Wie dieses Video sehr gut zeigt gibt es keinen sog. Fachkräftemangel:

Es gibt nun also eher einen Mangel an Leitungsträgern(so werden ja heute Arbeiter genannt) die für einen niedrigeren Lohn arbeiten als es einheimische tun würden oder können. Wie man in dem Video erkannt hat sind die Löhne in den betroffenen Berufsgruppen nicht gestiegen, was auf einen Mangel an Fachkräften ggf. hinweisen würde. Stattdessen wurden die Zulassungsauflagen für günstige Arbeitskräfte aus dem Ausland gesenkt.
Die Unternehmen freut es.
Für die Politik der Regierenden gegenüber der Wirtschaft ist es nundenn nur wieder der nächste Kniefall in einer sehr langen Reihe von Kniefällen.

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