Der heilige Brezel der Wirtschaft

Früher:

“Haste mal ‘ne Mark?”

Heute:

“Ham’se vielleicht ein paar Cent?”

Morgen:

“Hätten ‘se kurz ‘ne Billion?”

Wie eine Möbiusschleife so verfährt die Weltwirtschaft seit Dekaden einem nicht enden wollenden Zyklus von Aufschwung, Verschuldung, Abschwung, Krise, Krisenbewältigung, Krieg.
Zu der Phase der Krisenbewältigung gehört auch das Hilfsmittel der Inflation. Inflation zur Beseitigung der Schulden wird derzeit mit allen Mitteln versucht zu erzwingen auf der Seite der staatlich unabhängigen aber unterwanderten FED. Da die Schulden der USA allerdings unaufhörlich, fast schon exponentiell explodieren hat sich die lustige Bande am anderen Ende des großen Teichs etwas einfallen lassen.
Eine 1.000.000.000.000 Dollar Münze. Eine Billion. Für die FED und die USA natürlich eine tolle und sehr einfache Art den eigenen Schulden auf sehr lange Zeit entgegen zu treten. Wäre da nicht diese knifflige Sache mit der sog. Hyperinflation. Anders als Deutschland vor dem Ablauf des letzten Wirtschaftszyklus haben die Amerikaner allerdings einen entscheidenden Vorteil – Ihre Währung ist die Leitwährung der Welt. Öl wird in Dollar gehandelt. Und nur in Dollar. Alle Länder die versuchten sich von dem Diktat des Petrodollar zu befreien, wurden unweigerlich auf die Liste der “Achse des Bösen” gesetzt – mit bekannten Folgen. Die USA besitzen also das Geldmonopol auf die – in Jahrzehnten glaubhaft vermittelt – begehrteste und wichtigste, aber immer knapper werdenste Ressource unseres Zeitalters.
Niemand könnte es nun also zulassen, dass es aufgrund der Prägung einer solchen 1.000.000.000.000 Dollar Münze zu einer Hyperinflation des Dollars kommt, ohne dass die eigene Wirtschaft komplett mit in den Abgrund gerissen wird. Ein runder Tisch an dem viele Mächtige sitzen, aber nur Einer hat eine Waffe.
Da sich Schulden und Guthaben im gesamten Geldsystem der Erde 1:1 gegenüber stehen ist ein weiterer Interessanter Aspekt dass wenn die USA eine Billion Dollar aus dem Nichts prägen, irgendwer im System eine Billion Dollar Schuld verkraften muss. Dieser Irgendwer ist niemand anderes als der gemeine Bürger. Die inflationierten Schuldansprüche der USA gegenüber den anderen Staaten der Erde würden jene Ansprüche zu nichte Machen. Ein Jeder ausgenommen Amerika ginge Leer aus. Wobei natürlich die Bürger der USA und die ansässigen Unternehmen ebenfalls nicht von einer Schuldenbefreiung des Staaten profitieren, da die Staatsverschulden nur ein Aspekt der Gesamtverschuldung eines Systemes darstellen. Dem überschuldeten Bürger ist es egal ob der Staat nun 20 Milliarden Schulden hat oder nicht, er muss seine eigenen Schulden sowieso bezahlen.
Wer profitiert also nun von solch einer Prägung? Ähnlich wie bei Draghis “Bazooka” die Systeme die jene Werte verwaltet. Die Institution die dafür zuständig ist. Die Zentralbank. Und damit Goldman Sachs.
Völlige Kontrolle über die Finanzen (und damit der Welt) mithilfe von einem virtuellen Wert einer symbolischen Münze, gestützt und geschützt von einer möglichen, virtuellen Knappheit eines angeblich unaustauschbaren Rohstoffs der das Blut unserer Kultur geworden scheint.
Das perfekte Verbrechen.
Soviel zum Gedankenexperiment.

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